Burky im Fenderland


Ich will einfach mal damit beginnen wie ich zu Fender kam, und wenn ich Fender sage, meine ich nicht nur das Produkt, sondern insbesondere die Menschen. Vor einigen Jahren bekam ich einen interessanten Hinweis von einem sehr guten Musikerfreund zu einer Internetauktion. Es ging um einen 1959-ziger Fender Bassman zu einem Preis, naja, sagen wir es mal so, bei dem man schnell die Angebotsseite wechseln sollte. Aber dass genau dieser Amp, aus dem gelobten Land Kalifornien, im Speziellen aus Anaheim kam, ließ mich neugierig werden. Ich war hin und hergerissen und habe dann doch mal den Verkäufer kontaktiert. Also ans Telefon und angerufen. Doof war nur, dass die Amis ja eine andere Zeitzone haben und ich diesen guten Menschen mitten in der Nacht aus dem Bett holte. Ok es wurde mir verziehen. Das Gespräch war wie eine Zeitreise. Es stellte sich heraus dass dieser Amp Anaheim nie verlassen hatte und vom Erstbesitzer kam, Es wurde nichts getauscht oder gewechselt. Eben wie er aus der Fabrik kam und gut ist. Somit war der Deal besiegelt.

Aber viel interessanter war die Tatsache, dass der Verkäufer ebenfalls in Anaheim wohnt, und ein ehemaliger Mitarbeiter von Leo Fender bei G&L war. Er war sehr eng mit Ihm befreundet und kannte ihn und George Fullerton sehr gut. Es entwickelte sich über das Telefon eine regelrechte Freundschaft. Nachdem der Bassman hier bei mir stand, wusste ich warum dies der Holy Grail der Röhrenamps ist. Fantastisch. Alles wie es besprochen war. Nicht mehr und nicht weniger.












Nach einem halben Jahr war es dann an der Zeit in das gelobte Land zu reisen. Das erste Mal übrigens für mich. Angekommen wurde ich sehr herzlich auf dem Airport LA begrüßt. Lustiger weise hielt er einen winzigen gelben Zettel in die Luft mit meinem Namen. Lesen konnte ich diesen ungefähr bei 20cm Abstand. Aber er erkannte mich gleich am Hut. Wir sprachen viel über Leo Fender speziell über die Strat und den Modellen von G&L. Man merke sofort. Hier ist jede Menge Wissen und Leidenschaft in einer Person vereint. Am Tag darauf fuhren wir nach Santa Ana zur Grabstelle von Leo Fender.  Ich persönlich habe nichts davon im Internet gefunden und dachte wir besuchen ein großes Memorialgrab. Wir kauften noch einen Blumenstrauß den wir dort niederlegen wollten. Angekommen hielte ich Ausschau nach diesem Memorial. Fehlanzeige. Steve lächelte mir zu und führte mich zum Grab von Leo Fender. Mitten auf einer Wiese liegt ein mehr als schlichter Grabstein mit seinem Namen darüber der seiner ersten Frau Esther. Diese Schlichtheit spiegelt die gesamte Lebensweise von Leo Fender wieder. Steve erklärte mir wie es zu diesem Stein kam. Auf den ersten Blick ist eine Stratocaster zu sehn. Pustekuchen. Es ist eine Legacy von G&L. Zu erkennen am Headstock. Entworfen wurde der Stein von George Fullerton. Man munkelt dass dies ein sehr kleiner Seitenhieb für Fender sein sollte. Aber belegt ist das nirgendwo. Aber das darf die Öffentlichkeit nie erfahren……..

Beim nächsten Mal geht’s dann zum Custom Shop.





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