Auf den Punkt gebracht
Diese Griffbretteinlagen, die zwischen 1959 und 1964 in den Rosewood Griffbrettern Verwendung fanden, wurden aus fiberboard (Stratocaster Chronicle Seite 112, Interview mit Bill Carson) hergestellt. Dies entspricht in der Übersetzung am ehesten dem Begriff der Hartpappe, also durch Pressung gewonnenes hochverdichtetes Material. Hierbei handelt es sich um ähnliches Material wie das der Tonabnehmer Platten und den eyelboards in der Fender-Amps. In der Literatur wird im Zusammenhang mit clay dots auch von Linoleum oder auch von Kitt gesprochen.
Im Fender Custom Shop wurde bis Ende der 90er Jahre ein weißes Plastikmaterial verwendet, das eingefärbt wurde, aber nicht dem der original clay dots entsprach – zumal es sich durch Polituren entfärben lies! Danach wurde Phenolic verwendet und dieser ist optisch sehr nahe am Original und auf Fotos nicht davon zu unterscheiden.
Einen originalen pre-CBS Fender Hals mit clay dots kann man unter anderem daran erkennen, inwieweit die clay dots beim Einölen mit Griffbrettöl dies aufnehmen und so ihre Farbe leicht ändern, denn Hartpappe besteht aus Zellstoff. Sowohl Linoleum, Kitt oder Phenolic bleiben hiervon unberührt. Die ursprünglich milchig weißen clay dots werden speziell bei sehr dunklen Brazilian Rosewood-Griffbrettern ockerfarben, was auf den hohen ätherischen Ölanteil dieses Holzes zurückzuführen ist.
Auf Grund der Verfärbungsgefahr der Claydots beschloss Leo Fender im Laufe des Jahres 1964 die Pearldots einzuführen.
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