Nail- und Toolholes

 

Vor einiger Zeit berichteten wir in unserem Beitrag „70 Dating - Ikeacaster“ über „Löcher“ in den Bodies unserer 70er Strats. Auf vielfachen Wunsch greifen wir dieses Thema noch einmal auf um es zu vertiefen, denn auch in den Pre-CBS produzierten Stratocaster-Modellen befinden sich solche verschlossenen Öffnungen.

In diesem Themenbereich werden wir Euch zeigen, wo diese Nail- und Toolholes liegen.

Um einen Body der richtigen Epoche zuzuordnen, solltet Ihr genau wissen, wie lange Nailholes, genutzt wurden und ab wann keine Nail- oder Toolholes mehr zu finden sind.


Im ersten Teil wenden wir uns noch einmal den Toolholes am Body zu.



  1. 1.Toolholes


Bitte die Toolholes nicht mit den Paintsticks verwechseln. Toolholes (viele bezeichnen sie einfach auch als Dowels) hatten mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrere Aufgaben. Neben der Aufnahme der Lagerstützen (Lackierung, Lagerung), sind diese Punkte für weitere Produktionsschritte nötig gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Punkte zum fixieren des Body an diversen Maschinen genutzt worden sind. Und zwar von Anfang des Herstllungsprozesses an. Ganz sicher ist, dass die Toolholes zum sicheren Lagern des Body während und nach der Lackierung nötig waren.


1.1. Aufgabe der Toolholes


Ziemlich sicher bin ich mir übrigens auch, dass Toolholes schon bei den ersten Strats zu finden sind. Übrigens findet man sie auch an Pre-CBS Stratocaster, stets an den gleichen Stellen.

Bis in den Herbst 64 wurden Toolholes - in Verbindung mit den berühmten Nailholes (zu denen wir zu einem späteren Termin, in einem der folgenden Kapitel dieses Aufsatzes noch kommen werden) eingesetzt.


Auch bei den Gitarren vor 1964 sind die „Dowels“ zu finden. Dieser Umstand nährt wieder die Annahme, dass die Toolhols -von Beginn an- zum Einspannen des Body genutzt wurden. Diese Fixierung vereinfachte die Bearbeitung (Sägen, Fräsen, Transport, Lackierung und Lagerung) wesentlich. Nur so konnte man eine relativ gleichmäßige Produktion garantieren.


Leider sind diese Toolholes nur schwer zu fninden. Man muss schon annähernd wissen, wo man danach suchen muss.

Bei einem „Natural-Body“ ist das kein großes Problem, denn bei solchen Gitarren konnte Fender die Dübel nicht durch deckende Farben unsichtbar machen.


1.2. Lage der Toolholes auf der Rückseite.


Die Toolholes der Body-Rückseite an allen Fender Stratocaster bis Ende 76, (Einführung des Body mit schmaler PU-Fräsung) zu finden.

Am Beispiel dieser 73er Stratocaster sehr gut zu erkennen. Toolhole auf der Rückseite, im Bereich der oberen Zarge (gleich oberhalb der Halsplatte).

Wie bereits erwähnt, sind die Dowels oft nur schwer zu erkennen. Während der 73er Natural-Body die Lage der hinteren Toolholes sofort offenbart, muss man an den Body einer in sunburst lackierten 61er Strat schon mal mit einer Lupe suchen, um die Konturen des knapp 3,5 mm starken Holzdübels zu finden. An manchen Gitarren sind sie einfach nicht auffindbar.

Mit bloßen Auge schon sehr schwer zu erkennen.

Das vordere Toolhole auf der Rückseite einer 58/59er Stratocaster.

Viel einfacher wird es dann wieder, wenn wir an unserem

73er Body nach dem 2. Toolhole auf der Rückseite des

Body suchen. Wie hier mit dem Roten Pfeil gekennzeichnet, befindet es sich hinten, unterhalb des Gurtpins. Auch dieses Toolhole ist an den Stratocaster-Modellen aus den 50ern und 60ern zu finden.

Hier sehen wir noch einmal alle Toolholes der Bodyrückseite. Der abgebildete Body stammt übrigensaus dem Jahre 1966



in einer der nächsten Ausgaben werden wir uns den Toolholes auf der Vorderseite des Body zuwenden.

Eines vorweg - es wird spannend !

Link

73er Strat natural

Insider 70 Dating

70 Dating - Ikeacaster



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