Im September 1971 führt Fender die Tilt-Neck-Konstruktion ein. Damit war es möglich, bei eingebauten Hals den Halswinkel einzustellen.
Eine geniale Entwicklung, die Leo Fender selbst auf den Weg brachte.
Im September 1971 führt Fender die Tilt-Neck-Konstruktion ein. Damit war es möglich, bei eingebauten Hals den Halswinkel einzustellen.
Eine geniale Entwicklung, die Leo Fender selbst auf den Weg brachte.
72er Fender Stratocaster, Hardtail, sunburst
Die bis dahin übliche Vierpunkt-Halsverschraubung verschwand durch die Einführung des Tilt-Systems, bis zum Ende der siebziger Jahre, in der Versenkung. Diesem aufwändigen System wird viel nagatives nachgesagt. Betrachtet man die Konstruktion ganz nüchtern, so leuchtet jedem ein, dass 4 Schrauben mehr Stabilität bringen als drei Schrauben. Viele behaupten, dass die Einführung der 3-Punkt-Verschraubung wirtschaftliche Gründe hatte. Auch das muss man dementieren. Der Materialaufwand war einfach viel größer als vorher.
Dass diese Strat nicht viel gespielt wurde, sieht man nicht nur, nein - man hört es auch. Es dauert schon eine ganze Weile, bis sie sich so anhört, wie wir das von einer solchen Hardtailstrat gewohnt sind. Aber erst mal in Form gekommen, fühlt man sich auf diesem Instrument doch ganz wohl. Die Bespielbarkeit ist richtig super. Auch klanglich kann sie nach ein paar Stunden überzeugen.
Eine richtig tolle Stratocaster, diese 72er Hardtail. Für Sammler sehr zu empfehlen, da Originalgitarren nur sehr selten angeboten werden, denn sie sind wie Strats aus 70 oder 71 sehr rar.
Ach, beinahe hätte ichs vergessen - die Seriennurmmer - 369 xxx.
Gruss
Norbert
Links:
frühe F-Tuner Insider 70 Dating 70 Dating - Ikeacaster Insider Dots 72er Koffer Katalog 72-73
Hinweis:
die Verwendung von Texten, Textauszügen und Bildern aus dem Inhalt
dieser Seite ist ohne schriftliche Zustimmung nicht gestattet !
Copyright © n.s.
Treue Leser wissen, frühe 70er Fender Stratocaster mit Drei-Punkt-Verschraubung haben einen großen Vorteil. Bis ca 76 wurden die Halstaschen so gefräst, dass die hinteren Ecken kein größeres Spiel zuließen. Waren die Toleranzen - Hals - Halstasche - nicht zu groß, gab es keinen Grund für Klagen. Der Hals saß bombenfest.
Die uns zur Verfügung gestellte 72er Fender Stratocaster, in der beliebten Sunburstlackierung, zeigt glücklicherweise keine Schwächen in dieser Disziplin. Der Hals liegt sauber in der Halstasche. Größere Spaltmaße sind nicht zu sehen.
überhaupt - die ersten Blicke über diese sehr gut erhaltene 72er Fender Stratocaster zeugen von einer sehr guten Verarbeitungsqualität. Die wunderbare Nitro-Lackierung rundet das Gesamtbild ab.
Sicher ist Euch der Halsstempel nicht entgangen - Juni 72. Im übrigen ist es kein Geheimnis, wenn ich schon vorab verkünde; alle Bauteile stammen wohl aus den angrenzenden Wochen und Monaten dieses Jahres. Einzig der Body offeriert nirgendwo seinen Geburtstag. Stempel sind wohl vorhanden, aber leider nicht lesbar. Miit hoher Sicherheit darf man aber davon ausgehen, dass die verbauten Teile gemeinsam die Fender-Fabrik verlassen haben.
Die verbauten CTS-Potis stammen aus der 6. Woche des Jahres. Der vierstellige Stempel auf den typischen grünlich-grauen Bobbins der Pickups verraten, dass sie in der 30. Woche produziert wurden. Und dann, wie bereits berichtet, ein Halsstempel vom Juni 72. Passt !
Keine auffälligen Lötpunkte. Auch das originale Tape um die PU-Kabel untermauert den Eindruck, dass hier niemand grobe Änderungen vornahm.
Die große CBS-Kopfplatte wird, wie es sich für eine Strat aus jener Zeit gehört, vom fetten, schwarzen CBS-Decal der frühen 70er geziert. Der dicke Fender-Stratocaster-Schriftzug, gefolgt von einer einzigen Pat. Nr. „3 141 028“.
Auffällig - die weit herausragende Schraube des Truss-Rod. Dieses Modell belegt, dass Strats des ersten Halbjahres nur einen Saitenniederhalter besaßen. Über dem Decal sitzen die frühen F-Tuner, erkennbar an der durchgängigen Welle und dem etwas flacheren Gehäuse. Mehr darüber gibts in unserem Insider-Bereich zu lesen.
Das rot-braune Griffbrett wurde, wie seinerzeit üblich, aus ostindischen Palisander gefertigt. Helle Perloiddots - am 12. Bund schmales Dotspacing. Genauso wie man das von einer 72er Strat erwartet.
Auch der Body enttäuscht nicht. Er befindet sich in einem sehr guten Zustand. Die roten Farbpartikel wie so oft etwas verblasst, aber ansonsten nur wenige Dings und Dongs. Ein wunderbarer Anblick. Allem Anschein nach wurde die Gitarre nur wenig bespielt. Große Pickupfräsung mit den obligatorischen Fräs(ansatz)punkten.
Für so manchen Pre-CBS-Fan ein „NO GO“ - die Guss-Saitenreiter. Zum Glück ist die Bridge dieser Hardtails, wie die der Vorgängermodelle, aus einem geformten Stahlblech gefertigt. Vielleicht ist diese Bridgeplatte ein ganz wesentlicher Grund dafür, dass die Hardtailmodelle der frühen Siebziger in unseren Tests schon immer begeistern konnten. Hardtail-Strats aus den Baujahren 73-74 müssen dabei sogar besonders erwähnt werden.